„Fesselnd“, „erstklassig“ – eine „höchste Freude“: Begeistert schreiben Kritiker über die Auftritte von Karen Frankenstein. Als Konstanze in „Die Entführung aus dem Serail“, als Gilda in „Rigoletto“, als Olympia in „Les Contes d’Hoffmann“, als „Das Feuer/Die Nachtigall“ in „L’Enfant et les Sortileges“, Musetta in „La Bohème“ sowie als Lucia in „Lucia di Lammermoor“ hat die Sopranistin, die seit August 2006 Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover ist, auf der hannoverschen Bühne gestanden, wo sie in der kommenden Spielzeit die Autonoe in „Die Bassariden“, die Micaela in „Carmen“ und nochmals die Musetta sowie die Lucia singen wird.
Zudem zeigt sich Karen Frankenstein äußerst flexibel: Ihre erste Premiere in
Deutschland feierte sie nämlich nicht als Ensemblemitglied in Hannover, sondern
am Nationaltheater in Mannheim. Dort sprang sie im November 2006 als Gilda
ein. In derselben Rolle gastierte sie in der Spielzeit 2006-2007 zudem am Theater
Ulm. Außerdem engagierte sie das Staatstheater Kassel als Elvira in der
Inszenierung der „L’Italiana in Algeri“.
Von 2004 bis 2006 war Frau Frankenstein bei der New York City Opera (NYCO) beschäftigt. Dort trat sie in drei NYCO Premieren beim „VOX 2006 ComposerShowcase“ auf. Zu ihren Titelrollen für die New York City Opera gehörten La Contessa di Folleville in Rossinis Komödie „Il Viaggio a Reims“, die Lisette in „La Rondine“ sowie Rollen in „The Little Prince“ und „Lysistrata“. Im Rahmen
der angesehenen New Yorker Konzertreihe “Trinity Church Concerts at One” feierte sie im November 2005 Erfolge mit „Hope“, einem Programm von in die U.S.A. emigrierten Komponisten.
In der Spielzeit 2004-2005 trat Karen Frankenstein als Belinda in der Inszenierung von „Dido und Aeneas“ der New York Chamber Opera auf, und sie debütierte an der El Paso Opera als Despina in Mozarts „Cosi Fan Tutte“. Erstmals sang sie 2003 die Violetta in „La Traviata“ und wurde von Kritikern dafür hoch gelobt. Gleichzeitig gab sie ihr Debüt als Sopransolistin in Mozarts „Requiem“
und John Rutters „Gloria“ in der Carnegie Hall. In der Partie der Zerlina in Mozarts „Don Giovanni“ trat sie für die Tulsa Opera auf. Im selben Jahr sang sie die Mimi aus Puccinis „La Boheme“ im Rahmen des französischen Festivals „Lyrique en Mer“. Bereits 2002 hatte sie bei „Lyrique en Mer“ ihre Zuhörer in der Rolle der Gilda in Verdis „Rigoletto“ begeistert, kurz nachdem sie stürmischen Beifall für ihre Interpretation der Mimi sowie Gounods Marguerite in „Faust“ an der West Bay Opera in Kalifornien erhalten hatte.
Karen Frankenstein war außerdem erste Preisträgerin des „Concours International de Chant de Paris“ unter Vorsitz von Madame Mady Mesplé im Jahre 2001. Im selben Jahr gewann sie außerdem den „Concours International d’Opéra de Marseilles. In verschiedenen Rollen trat sie mit der Central City
Opera auf. Sie sang die Antonia in „Les Contes d’Hoffmann“, die Greta Fiorentino in Kurt Weills „Street Scene“ sowie die Adèle in „Die Fledermaus. Ihr Auftritt in New York City als Norina in „Don Pasquale“ mit der Bronx Opera in New York wurde 2000 im Fernsehen ausgestrahlt.
Karen Frankenstein ist die Enkelin des verstorbenen Musik- und Kunstkritikers Alfred Frankenstein und Absolventin der Manhattan School of Music. Sie ist außerdem ehemalige Studentin des „Young Artist Programms“ des Opera Theatre of Saint Louis, der Virginia Opera, der Central City Opera und des Tanglewood Music Centers. Konzerte und Oratorien bereiten Karen Frankenstein besondere
Freude, und sie war schon bei Liederabenden und Konzertauftritten von Hongkong bis New York zu hören.
Zu ihren weiteren Konzerten zählen „Tremplin Jeunes Chanteurs“ in Frankreich an der Opera d’Avignon, die “Concerts in the Parks”-Reihe in New York City sowie Mozarts Messe in C-Moll in New York. Ihre Solo-CD wurde im Februar 2003 von der französischen Zeitschrift „Classica“ veröffentlicht, die sie als Künstlerin des Monats vorstellte. In 2006 wurde von der Japanische Männer-Magazine „Stile“ ein Artikel über ihre carriere veröffentlicht, und in 2007 hat Heike Schmidt, Redakteurin an der Hannoversche Allgemeine Zeitung ein Profil über ihre Leben und Karriere geschrieben.